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Rossony-Kreis, Belarus

Kirche im Kreis Rossony, Belarus

Geschichte des Rossony-Kreises



Rossony ist eine der hübschen Kreisstädte Belarus', das im Gebiet Witebsk nicht weit von der russischen Grenze liegt. Der Rossony-Kreis hat eine reiche Geschichte hinter sich. Die Bewohner dieser Gegend waren Augenzeugen vieler historisch wichtiger Heldentaten und Ereignisse. Durch Rossony zogen im 16. Jahrhundert Regimente vom russischen Zaren Iwan dem Schrecklichen. Damals – während des Liwonenkrieges – wurde die Festung “Falke” angelegt, wo der Fluß Nischtscha in die Drissa mündet. Die Ruinen von diesen Bauten kann man auch heute besichtigen. Beim Dorf Kljastizy brachte am 18. Juli 1812 die Avantgarde des russischen Korps unter Leitung des Generals Jakow Kulnew dem französischen Korps vom Marschall Undino eine Niederlage bei. Das beugte den weiteren Einfall von Napoleon nach St.Petersburg vor. Auch der Große Vaterländische Krieg hat hier seine Spuren hinterlassen.


Mit dem Rossony-Kreis sind Namen vieler bekannter Menschen verbunden. So, zum Beispiel, im Dorf Trodowitschi hatten Franzisk Skorina (der erste belorussische Buchdrucker) und sein Bruder Iwan einen Gutshof. Aus dieser Gegend kamen her und hier lebten der belorussische und polnische Dichter Jan Borschtschewski, der bekannte Wissenschaftler und Folklorist Alexander Schlubski, der berühmte belorussische Dichter Gennadi Burawkin. Diese Gegend besuchte Janka Kupala – ein berühmter belorussischer Volksdichter.


Das Dorf Krasnopolje wird weder in der alten Chronik noch in anderen historischen Dokumenten erwähnt. Aber auch diese kleine Ortschaft hat eine eigene Geschichte.


Vermutlich stammt der Dorfname “Krasnopolje” vom altrussischen Wort “Krassnoje” (d.h. “Krassiwoje”= schön). Und die Landschaften hier sind wirklich sehr schön. Um dasDorf herum liegen viele W ä lder , Felder , Wiesen . Durch Krasnopolje fließt der kleine Fluß Drissa, der in die West-Dwina mündet. Es gibt hier auch den Krasnopolje-See, mit dem die Dorfgeschichte verbunden ist. Alte Dorfbewohner erzählen: vor Jahren habe es kein Dorf mit dem Namen Krasnopolje gegeben. Sondern stand hier damals – fast am Ufer des Krasnopolje-Sees – ein Gutshof, in dem mit seiner Familie Pan (Gutsherr auf polnisch) Gudowski wohnte. Dem See entlang war ein wunderschöner Park mit Linden- und Silberpappelalleen angelegt. Zum See zog sich aus dem Park heraus ein Kanal, durch den die adlige Familie und deren Gäste mit Booten auf den See kamen. Hier – im Park – gab es auch einen Apfelbaumgarten. Jeden Frühling blühten Apfelbäume auf und freuten alle mit ihren rosa-weißen Apfelblüten.


Neben dem Gutshof, der damals Krasnopol (= ein schönes Feld) genannt wurde, wohnten noch diejenigen, die im Dienst beim Gutsherrn waren, die seinen Hof und den Park pflegten und auf dem Viehhof arbeiteten. Der Gutshof und alle Haushaltsbauten befanden sich am rechten Ufer der Drissa. Nicht weit von dieser Stelle standen auch eine Wasserm ü hle und das Haus des M ü llers. An einem Tage aber durchbrach der Wasserstrom den Damm und schwemmte das Müllershaus fort. Die Wassermühle wurde viel später – erst im Großen Vaterländischen Krieg zerstört. Und die kleine Brücke über den Bach wird in Krasnopolje auch heute die Müllersbrücke genannt.


Am linken Ufer der Drissa befanden sich damals eine Gaststätte und ein Dorfkrankenhaus. Und so entstand dieses Dorf, für die Zeiten ziemlich groß und volkreich. Das hiesige Volk bestellte die Erde, beschäftigte sich mit der Landwirtschaft. Aber dreimal im Jahr – zu großen kirchlichen Festtagen – fanden in Krasnopolje Messen mit ihrem Durcheinander und ihrer fröhlichen Stimmung statt. Hierher kamen aus der ganzen Rossony-Gegend, sowohl aus Nachbar- als auch aus Ferndörfern etwas kaufen, was verkaufen. Und nachher wurde gespielt, getanzt, gesungen... Es scheint, als ob die Zeit dieses Dorf nicht berührt hat: kleine Häuser mit Schnitzfenstern, gastfreundliche fleißige Dorfbewohner empfangen Sie heute auf den schmalen Straßen Krasnopoljes wie vor vielen Jahren.


Außer den Sehenswürdigkeiten von Rossony bieten wir Ihnen an, auch Polozk zu besuchen. Nur 60 km mit dem Auto – und Sie sind schon in der ältesten Stadt Belarus' und Osteuropas. Polozk nennt man Wiege der belorussischen Staatlichkeit, Kultur, Buchdruckerei, Volkstraditionen. Mit uns wird es möglich sein, die anderen sehenswerten Plätze Belarus' zu besichtigen. Bei Vorhandensein vom Visum nach Russland können Sie unvergessliche Ausflüge nach Moskau und St.Petersburg erleben.