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Naturschutz

Naturschutzgebiet Braslav

Umwelt der Republik Belarus



Die Hauptrichtungen der Umweltpolitik der Republik Belarus werden durch eine Reihe von Gesetzen über den Umweltschutz festgelegt. Es sind ein komplexes Umweltschutzprogramm der Republik (Programm "Ökologie") und ein Nationalprogramm der rationellen Naturnutzung und des Umweltschutzes ausgearbeitet.


Am 5. Juni 1992 haben die Leiter von mehr als 150 Staaten und Regierungen, darunter auch die Republik Belarus, in Rio-de-Janeiro die Konvention über die biologische Vielfalt unterzeichnet. Am 10. Juni 1993 wurde diese Konvention von dem Obersten Sowjet der Republik Belarus ratifiziert.


Eine der wichtigsten Aufgaben, die sich aus der Konvention über die biologische Vielfalt ergibt, ist die Schaffung durch jede Vertragspartei "eines Systems der geschützten Gebiete, in denen Sondermaßnahmen zur Aufrechterhaltung der biologischen Vielfalt zu ergreifen sind". Die Republik Belarus beteiligt sich an der Lösung dieser Aufgabe sehr aktiv. Gemäß der Gesetzgebung der Republik Belarus werden diese geschützten Gebiete als Naturschutzgebiete und -objekte bezeichnet.


Der Nationalpark"Belowesh" ("Beloweshskaja Pustscha") liegt im Südwesten Belarus, 340 km von Minsk entfernt. Er wurde 1939 im historisch entstandenen Naturschutzgebiet gegründet. Die Fläche des Nationalparks beträgt etwa 90 Tausend. ha. 1992 wurde der Nationalpark nach dem UNESCO-Beschluß auf die Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen, 1993 bekam er den Status des Biosphärenreservats und 1997 wurde ihm die Europäische Ehrenurkunde verliehen. Der Nationalpark Belowesh ist eine große einzigartige Waldfläche in Europa, wo weite Urwälder mit Reliktpflanzen und -tieren, vor allem Auerochse (Wisente), erhaltengeblieben sind. Die Pustscha wurde zum erstenmal in der Ipatjew-Chronik 983 erwähnt. Die dem Schutzgebiet ähnliche Ordnung wurde auf dem Parksgelände Anfang des 15. Jahrhunderts eingeführt. 1919 wurde der letzte im Freien lebende Auerochse getötet, 1929 lief das Programm der Wiedereinführung der Wisente in die Belowesh an.


Die Misch- und Laubwälder (hier sind mehr als 1000 Eichen im Alter von 300 bis 700 Jahren, 450-jahrige Eschen, 220-jahrige Kiefern, 150-jahrige Wacholder festgestellt), Wiesen und Wassersysteme erhalten sich in ihrem natürlichen Ausgangszustand. Die Tier- und Pflanzenwelt der Belowesh zeichnen sich durch eine große Vielfalt seltener Arten von Pflanzen (Weißfichten, verschiedene Arten Eichen, Fichten, Kiefern, Hagebuchen, Eschen) und Tieren (Wisente, Rotwild, Wölfe und Wildschweine), von Vögeln und Fischen aus. Fast alle sind im Naturkundemuseum des Nationalparks in der Stadtsiedlung Kamenjuki zu sehen. Der Nationalpark ist ein wissenschaftliches Forschungslabor im Freien, das viele nicht nur einheimische, sondern auch ausländische Wissenschaftler und Forscher anzieht.


Der Nationalpark "Braslaw-Seen" liegt im Nordwesten der Republik Belarus, 250 km von Minsk entfernt. Seine Fläche beträgt etwa 70 Tausend ha. Er wurde im August 1995 gegründet und ist als einer der malerischsten Orte in Belarus bekannt. Die einzigartige Welt dieses Seengebietes ist durch die Züge der Eiszeit gekennzeichnet. Die größten Binnenseen Driwjaty, Snudy, Woiso, Strusto, Woloso Sewerny, Nedrowo, Beresha, Daubli, Potech sind in das hügelige Relief eingebettet. Jeder See ist einzigartig. Die Wasserfläche der Seen beträgt insgesamt 183 km2. Im See Strusto liegt die in Belarus zweitgrößte Insel Tschaitschin (1,6 km2) mit einem kleinen See in der Mitte. Der Woloso-Jushny-See ist der tiefste See auf dem Territorium des Nationalparks ( 40,4 m tief). Der See ist durch die außergewöhnliche Reinheit des Wassers bekannt, seine Durchsichtigkeit beträgt 7 m .


Die Pflanzenwelt der Region ist auch sehr reich und besteht aus mehr als 800 Pflanzenarten. Einige seltene Arten sind auf die Rote Liste eingetragen.


Ökologische Wassersysteme des Nationalparks mit einer vielfältigen und zugleich einmaligen Tierwelt sind ein echtes Reichtum der Braslaw-Seen. Auch die Fischwelt in diesen Seen ist sehr mannigfaltig (über 30 Fischarten leben hier). Die Braslaw-Seen bilden die Südgrenze der Verbreitung der relikten Wirbellosen, die als Indikatoren für Wasserreinheit dienen.


Auf dem Territorium des Parks nisten etwa 35 % Standvögel, 45 Arten von denen sind auf die Rote Liste eingetragen. Es gibt hier auch Vögel, auf die in diesem Park die Jagd organisiert wird: Birkhahn, Schlammläufer, Wasservögel.


Auf dem Territorium des Kreises Braslaw leben in wilder Bahn Braunbär, Dachs, Luchs, Eichhörnchen. Auch Elch, Reh und Wildschwein sind hier zahlreich.


Braslaw ist eine der ältesten Städte Belarus'. Zum erstenmal wurde es urkundlich Anfang des 11. Jahrhunderts erwähnt. Die Stadt liegt am Nordufer des Driwjaty-Sees. Braslaw von heute ist das Zentrum des Nationalparks.


Das Touristik-Jagd-Revier „EuroPark“ befindet sich im Nordwesten Belarus' (an der Grenze an Russland, 300 km von Minsk entfernt) in einem der schönsten und ökologisch saubersten Gebiete. Seine Gesamtfläche beträgt 18.000 Hektar. Bei jedem Wetter werden den Besucher uralte Wälder, zahlreiche Felder und Wiesen, malerische Seen und Flüsse sowie mit Schilf bewachsene Sümpfe bezaubern. Im Revier gibt es Wild und Vögel. Die Wälder sind reich an Pilzen und Beeren und in den Seen gibt es viel Fisch.


Als Ökotourist kann man hier die unberührte Natur beobachten. Man kann aber auch einen Aktivurlaub mit Jagd, Fischfang und Sport erleben. Im Norden grenzt das Revier an das Naturschutzgebiet „Sinjscha“. Dieses Gebiet wird selten von Fremden besucht. Es liegt weit entfernt von Industriebetrieben und Straßen.